• "Paradies # 1-9", postanthropozänes Stadtmodell von Trier, Stahl, Cortenstahl, Pflanzsubstrat, Sedumpflanzen, 360 x 360 x 75 cm, 9 teilig
  • "Paradies # 1-9", postanthropozänes Stadtmodell von Trier, Stahl, Cortenstahl, Pflanzsubstrat, Sedumpflanzen, 360 x 360 x 75 cm, 9 teilig, Ausstellung "GREAT", Kunsthalle Trier
  • Closup, St. Gangolf
  • "OpenArtTrier 2021" im Park der Vereinigten Hospitien Trier

ANDREAS HAMACHER: PARADIES Stahl, 2021 „Anthropozän“ beschreibt das geologische Zeitalter, in dem der Mensch substanziell Einfluss auf die Erde ausübt. „Post-Anthropozän“ (post=nach) ist meine Definition eines Zeitalters in dem der Mensch nicht mehr da ist. Der Mensch könnte aussterben, aber anders als die Dinosaurier hat er diesen Vorgang selbst herbeigeführt oder zumindest stark beschleunigt. Die Werkreihe „Post-Anthropozän“ ist ein bildhauerisches Auseinandersetzung mit steigenden Unsicherheiten und apokalyptischen Zukunftsängsten. Sie gibt dem Betrachter vielansichtige Einblick in die bildhauerische Sichtweise und macht sie so erfahrbar. Mein postanthropozänes Stadtmodell entsteht in Anlehnung an bereits bestehende Stadtmodelle aus vergangenen Epochen, etwa das Stadtmodell „Trier um 1800“, das sich in der Dauerausstellung des Stadtmuseums Simeonstift befindet. Die ausgesuchten Materialien wollen nicht dokumentarisch sichtbar machen, sondern eine emotionale Spürbarkeit ermöglichen. Ich verwende Cortenstahl, der es mir erlaubt, konstruktive Leichtigkeit mit „Rost“ als Synonym für Vergänglichen zu kombinieren. Das Begrünungssubstrat „Blumenwiese“ steht für die Kraft der Natur, sich vom Menschen aufgegebene Bereiche zurückzuerobern und vermittelt Unschuld und Lebendigkeit.

 

„Anthropocene" describes the geological era in which humans exert a substantial influence on the earth. "Post-Anthropocene" (post=after) is my definition of an age in which humans are no longer present. Humans could become extinct, but unlike the dinosaurs, they have brought this process upon themselves or at least greatly accelerated it. The "Post-Anthropocene" series of works is a sculptural exploration of increasing uncertainties and apocalyptic fears of the future. It gives the viewer a multi-faceted insight into the sculptural perspective and thus makes it tangible. My post-anthropocene city model is based on existing city models from past eras, such as the city model "Trier around 1800", which can be found in the permanent exhibition of the Simeonstift City Museum. The selected materials are not intended to make things visible in a documentary way, but to enable an emotional tangibility. I use Corten steel, which allows me to combine constructive lightness with "rust" as a synonym for the ephemeral. The greening substrate called "flower meadow" symbolises the power of nature to reclaim areas abandoned by man and conveys innocence and vitality.